Jahreszeiten

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steefi
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Re: Jahreszeiten

Beitragvon steefi » Di 19. Feb 2019, 08:30

Gestern am 18.Februar war es ja mit ca 17°C in Berlin ziemlich warm und da dachte ich ich kann ja nach dem Winter mal wieder in Strumpfhosen und knielangem Rock draußen unterwegs sein. Das war auch alles kein Problem nur daß meine 60den Stützstrumpfhose schon fast zu warm war.

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Chantalle
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Re: Jahreszeiten

Beitragvon Chantalle » Di 19. Feb 2019, 21:39

Ich finde es auch schön,wieder mal Röcke zu tragen.Das nächste WE soll ja garnicht so warm werden, so um die 10 Grad höchstens. Thermostrumpfhosen sehen ja auch nicht so schlecht aus, mit Rock macht es ja auch was her.
LG.Chantalle
Damenkleidung ist das Schönste, was es gibt und Balsam für die Seele :D :)

Paule
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Re: Jahreszeiten

Beitragvon Paule » Do 28. Feb 2019, 21:08

Ja, die Jahreszeiten. Zur Zeit spielen sie ja wieder mal ein bisschen verrückt. Die letzten Tage war es hier in der Rhein-Neckar-Region (und nicht nur hier) so warm, dass man sich Ende Februar schon im Mai glaubte, von der Blüte und dem Sonnenstand mal abgesehen.
Vorgestern hatte ich gar keine Lust und wäre mir komisch vorgekommen, wenn ich noch Strumpfhosen unter der Hose getragen hätte. Heute hatte ich erstmals in diesem Jahr überlegt, mit hautfarbenen Feinstrumpfhosen unter der Jeans raus zu gehen, habe dann gegen Abend aber doch wieder Abstand davon genommen.
Insgesamt mache ich mir über diese verfrühten, zu warmen Tage angesichts des letzten super trockenen Sommers, der bis in den Herbst hinein anhielt, Sorgen.

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SeidenglattER
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Re: Jahreszeiten

Beitragvon SeidenglattER » Fr 1. Mär 2019, 06:25

Paule hat geschrieben:
Do 28. Feb 2019, 21:08
Insgesamt mache ich mir über diese verfrühten, zu warmen Tage angesichts des letzten super trockenen Sommers, der bis in den Herbst hinein anhielt, Sorgen.

"Zu" warm? Gibt es den einen Anspruch auf ein gleich bleibendes Klima? Oder gibt es eine "Normaltemperatur" des Planeten Erde? War es in der Eiszeit "zu" kalt? Denken wir da nicht ein bißchen zu anthroprozentrisch...?

Ich mache mir eher Sorgen, dass wir aus lauter Angst unsere Wirtschaft, Fortschritt und Freiheit zerstören und völlig übertrieben verteufeln und bald gezwungen werden im "Mittelalterstyle" mit Fahrrädern und Schubkarren durch die Gegend zu tingeln. Wie oft hat sich die Wissenschaft und die Menschheit schon massiv geirrt und ist in einen ideologischen Wahn verfallen? Oft...

Mir macht dieser Irrsinn hier Sorgen und die Menschen, die davon in Sachen Macht, Geld und Einfluß profitieren:
"Kanadas Wald versaut die CO2 Bilanz"
https://www.tagesschau.de/ausland/kanada-209.html

Für mich hat das mittlerweile den Level einer nicht mehr rational nachvollziehbaren "Ersatzreligion" erreicht. Und wer gegen diese kritisch argumentiert betreibt "Blasphemie". Leider scheint es immer mehr Themen zu geben, in denen nur noch eine Sicht der Dinge erlaubt, respektive "politisch korrekt", ist.

Und dieses Emotionalisieren (bei denen Gefühle wie Angst, Sorge und Schuld als Argumentationswerkzeuge eingesetzt und mißbraucht werden) und somit dieses Verhindern einer sachlichen Auseinandersetzung macht mir am allermeisten Sorgen!

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Klaus
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Re: Jahreszeiten

Beitragvon Klaus » Fr 1. Mär 2019, 10:56

SeidenglattER hat geschrieben:
Fr 1. Mär 2019, 06:25


Für mich hat das mittlerweile den Level einer nicht mehr rational nachvollziehbaren "Ersatzreligion" erreicht. Und wer gegen diese kritisch argumentiert betreibt "Blasphemie". Leider scheint es immer mehr Themen zu geben, in denen nur noch eine Sicht der Dinge erlaubt, respektive "politisch korrekt", ist.

Und dieses Emotionalisieren (bei denen Gefühle wie Angst, Sorge und Schuld als Argumentationswerkzeuge eingesetzt und mißbraucht werden) und somit dieses Verhindern einer sachlichen Auseinandersetzung macht mir am allermeisten Sorgen!
Da kann man dir nur zustimmen. Und der Beispiele gibt es viele: Man denke nur an die Reaktion unserer Energiewendekanzlerin, die Atomreaktoren abzuschalten, als viele in diesem Lande nach Fukushima Angst hatten, die Tsunamiwellen würden nun ins Land schwappen.
Oder die "Tausenden von angeblichen Feinstaubtoten", die aus irgendwelchen absurden Modellrechnungen stammen. Über die realen mehrere zehntausend Toten, die sich jedes Jahr im Krankenhaus mit multiresistenten Keimen infizieren, denkt niemand nach.

Menschen verhalten sich leider zutiefst irrational. Und wenn noch die Religion dazukommt, wird es fatal.
Warum sollte ein das schöne Gefühl, Mieder und Nylon zu tragen, nur den Damen vorbehalten bleiben?

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Re: Jahreszeiten

Beitragvon Paule » Fr 1. Mär 2019, 16:34

Berichte zum Forschungsstand, den Klimawandel betreffend:

https://www.helmholtz.de/erde_und_umwel ... zu-retten/

https://www.umweltbundesamt.de/themen/k ... textpart-1

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018- ... ppelemente

Das wird Skeptiker zwar nicht überzeugen, aber es sind zumindest sachliche Berichte ohne emotionale Polemik.

Was willst Du mit dem Bericht über Kanadas Wälder als CO2 Schleuder sagen, SeidenglattER? Er bestätigt doch nur, dass durch den Klimawandel Wälder ihre natürliche Funktion als CO2 Speicher infolge Photosynthese verlieren und stattdessen zur CO2 Schleuder werden. Klar, dass jede Menge Kohlendioxid freigesetzt wird, wenn Bäume verbrennen oder verfaulen. Warum aber verbrennen und verfaulen sie?

Das hat mit "Ersatzreligion" nichts zu tun.

Paule

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Re: Jahreszeiten

Beitragvon SeidenglattER » Fr 1. Mär 2019, 16:39

Klaus hat geschrieben:
Fr 1. Mär 2019, 10:56
Und wenn noch die Religion dazukommt, wird es fatal.

Lieber Klaus,

erstmal vielen lieben Dank für Deine Zustimmung und Deinen Kommentar! Es tut gut, sich mit seinen Beobachtungen und Bewertungen nicht so ganz alleine zu fühlen!

Von alleine hätte ich es in diesem Forum nicht angesprochen, aber ich möchte auf den Satz oben nur kurz eingehen. Erstmal verstehe ich Dich! Wirklich. Bei Religion ist es wie bei allen anderen Dingen, bei denen Menschen wirken und sich profilieren wollen, manchmal mit jedem Mittel und um jeden Preis. Es ist furchtbar und widerlich, was dabei alles herauskommen kann.
Ohne darauf näher einzugehen, möchte ich aber ganz kurz Stellung beziehen und sagen, dass ich an Gott Glaube, den der Bibel. Gerade weil die Welt so unfair ist... aber das Thema möchte ich aus diesem Forum unbedingt raushalten und nicht weiter diskutieren. Auch aus Respekt derjenigen gegenüber, die das aus ablehnenden Gründen nicht möchten, für die ich Verständnis habe.

Ganz liebe Grüße

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Re: Jahreszeiten

Beitragvon SeidenglattER » Fr 1. Mär 2019, 16:54

Paule hat geschrieben:
Fr 1. Mär 2019, 16:34
Das hat mit "Ersatzreligion" nichts zu tun.

Lieber Paule,

Ich sehe das so und habe versucht es anzureißen. Ich lese auch täglich Zeitungen wie die Zeit etc.... aber mich überzeugen ihre Argumente nicht und ich finde, dass hier eine Meinung durchgepeitscht werden soll und Kritiker einfach per se diffamiert werden. Ich sehe bei den meisten Themen im sogenannten Mainstream keinen fairen Argumentationsaustausch mehr. Gerade uns und in diesem Forum sollte uns so eine Art aus eigener Erfahrung zu denken geben.

Umweltschutz und Klimaschutz sind für mich nicht dasselbe. Das erste befürworte ich und das zweite nicht oder wenn doch, dann auf keinen Fall in der Art, wie es gerade promotet wird. Z.B. mit Kindern ohne jede Lebenserfahrung und eigene gefestigte gereifte eigenständige Persönlichkeit, die man dafür an "die Front" schiebt und nur zu gerne medial hypt.

Bei der EU und Europa ist es dasselbe. Wer die EU ablehnt, wird direkt als "Europafeind" bezeichnet. Das ist widersinnig und absichtlich irreführend. Das erste ist das derzeitige politische Konstrukt, das ich ablehne. Und das zweite ist ein geografisch/kultureller Begriff, dessen Inhalt ich liebe, schön finde, begrüße und eben erhalten will. Nur mal als weiteres Beispiel...

LG

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Re: Jahreszeiten

Beitragvon Paule » Fr 1. Mär 2019, 18:39

Lieber SeidenglattER,
da dies kein politisches Forum ist, wir wahrscheinlich ewig hin und her diskutieren könnten, ohne auf einen Nenner zu kommen (was wir ja auch nicht müssen ;) ), möchte ich nur noch ein paar abschließende Worte zu dem Thema verlieren.

Jetzt mal ganz abgesehen von medialem Hype und political correctness, denen ich genau so kritisch gegenüber stehe wie Du:
Auch wenn das Klima ein hochkomplexes System ist, dessen Zustand und Veränderung nicht nur die eine Ursache hat, lohnt es sich doch, sich darüber Gedanken zu machen. Denn unser Klima geht uns alle an, weil es enorme Auswirkungen auf unser gesamtes Leben hat. Und wenn ich lese, welche Folgen eine Klimaveränderung als Folge der Erderwärmung hat oder auch nur haben kann und gleichzeitig statistisch belegt ist, dass 18 der vergangenen 20 Jahre die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1850 waren, dann macht mir das Sorgen.
Weitere so heiße, vor allem trockene Sommer wie der letzte machen nicht nur der Landwirtschaft Probleme, sondern haben auch Folgen für die Gesamtwirtschaft. Wir in Deutschland profitierten bislang von dem ausgeglichenen, in einem gesunden Gleichgewicht stehenden Klima und damit verbundenem Wetter. Infolge von Extremwetterereignissen, zu denen neben Trockenheit auch Starkregen gehört, ergeben sich für den Steuerzahler und Versicherungsnehmer enorme Zusatzbelastungen. Es gibt genügend Berichte über Menschen, die an Flüssen oder auch nur Bächen wohnen, deren Schäden am Haus nicht mehr oder nur gegen extrem hohe Zusatzzahlungen von der Versicherung übernommen werden. Zeiten von Wasserknappheit würden nicht nur zu erhöhten Wassergebühren von Privathaushalten führen, sondern auch unsere produzierende Industrie in Probleme bringen und unseren Wohlstand gefährden. Ich gebe zu, das sind alles sehr egoistische Gedanken, aber so ist der Mensch nun mal.
Von so "weichen" Faktoren wie Gefährdung der Artenvielfalt will ich gar nicht reden. Das Sterben von Insekten, vor allem Bienen, ist bedenklich, da sie eine wichtige Funktion für ein funktionierendes Ökosystem haben. Klimaschutz ist insofern auch Naturschutz, für den Du Dich ja auch aussprichst.

Außerdem, und jetzt werde ich wieder egoistisch, schlage aber den Bogen zur Überschrift dieses Threads: Ich fand und finde jede Jahreszeit mit ihrem ausgeprägten, typischen Charakter hier in Deutschland toll :D ! Diese Art der Jahreszeiten will ich nicht missen. Ich will keinen Sommer von Februar bis November- allein schon, weil dann das Strumpfhosentragen nicht mehr so viel Spaß macht und man kaum noch Frauen in Feinstrumpfhosen sieht ;) .

Im Ernst: Es lohnt sich, gegen den Klimawandel etwas zu unternehmen, soweit es in unseren Möglichkeiten steht. Das bedeutet nämlich nicht Selbstbeschränkung und -kasteiung, sondern gerade das Gegenteil: einen Gewinn an Freiheit und Lebensqualität.

Beste Grüße
Paule

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Re: Jahreszeiten

Beitragvon steefi » Fr 1. Mär 2019, 19:16

Es ist definitiv so, daß der Klimawandel begonnen hat. Da sind sich Alle, aber auch Alle Wissenschaftler einig. Natürlich gibt es wie bei Allem Skeptiker die das Gegenteil behaupten, damit müssen wir leben.
Es ist für mich müßig darüber zu debattieren. Bei der globalisierten eher anarchisch stukturierten Menschheit sind einzelne Tätigkeiten die von ein paar Eifrigen (wie den Deutschen) probagierte werden buchstäblich der Tropfen auf den heißen Stein. Mülltrennung wäre bespielsweise so eine kaum effektive Tätigkeit. Um irgendwelche Ziele erreichen zu können wäre eine konsequente, globale Einhaltung von wissenschaftlich festgelegten Grenzwerten notwendig gewesen. Aber der Zug ist abgefahren bzw. fährt gerade ab. Es bleibt, daß wir jetzt zuschauen können was denn so alles passiert und hoffen daß wir weitgehend verschont werden. Aber das mußte ja auch zwangsweise so laufen mit all den alten Männern am Ruder der Staaten, die das mit der Umwelt alles nicht so eng sehen zumal wenn sie dann schon lange nicht mehr leben.


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